Zeitplan
Den Umzugstermin planen
Der Umzugstag ist das Ergebnis einer Rechnung, nicht ihr Anfang. Fest steht zuerst, wann die alte Wohnung übergeben sein muss und ab wann die neue zur Verfügung steht; dazwischen liegt der Spielraum. Wer von diesen beiden Daten rückwärts rechnet, kommt ohne doppelte Miete und ohne Hetze aus.
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- Der Zeitplan wird rückwärts gerechnet, beginnend beim Übergabetermin der alten Wohnung
- Kündigungsfristen stehen im eigenen Mietvertrag und nirgendwo sonst verbindlich
- Die Monatsmitte ist deutlich freier als die letzten drei Werktage eines Monats
- Handwerkertermine werden gelegt, nachdem der Umzugstag verbindlich feststeht
Der feste Punkt ist nicht der Umzugstag
Fast jeder Zeitplan beginnt an der falschen Stelle.
Fest steht zuerst, wann die alte Wohnung übergeben sein muss und ab wann die neue zur Verfügung steht. Zwischen diesen beiden Punkten liegt der Spielraum, und er ist oft kleiner, als er auf den ersten Blick aussieht.
Wer den Umzugstag zuerst festlegt und die Fristen danach nachrechnet, landet regelmäßig in der Zwickmühle: Die neue Wohnung ist noch nicht frei, die alte muss aber schon leer sein. Oder es läuft umgekehrt, und man zahlt zwei Monate doppelt, ohne dass es nötig gewesen wäre.
Nehmen Sie deshalb ein Blatt und schreiben Sie drei Daten untereinander: letzter Tag in der alten Wohnung, erster Tag in der neuen, gewünschter Umzugstag. Stimmt diese Reihenfolge nicht, ist jede weitere Planung Makulatur.
Fristen: der eigene Vertrag zählt, nicht das Internet
Zwei Fristen werden ständig verwechselt, und nur eine davon steht bei Ihnen zu Hause.
Die eine ist die Frist, mit der Sie Ihre Wohnung kündigen. Sie steht in Ihrem Mietvertrag, und dort steht auch, zu welchem Zeitpunkt im Monat eine Kündigung wirksam wird. Lesen Sie diesen Absatz, bevor Sie einen Umzugstag festlegen, denn er bestimmt ihn mit. Wichtig ist außerdem, dass Sie den Zugang der Kündigung belegen können.
Die andere ist die Anmeldung am neuen Wohnort. Wie schnell die zu erfolgen hat, ist nicht überall gleich geregelt, und die Angaben, die dazu im Netz kursieren, widersprechen sich. Verlassen Sie sich nicht darauf: Fragen Sie bei der für Ihren neuen Wohnort zuständigen Meldebehörde nach, welche Frist dort gilt und welche Unterlagen Sie mitbringen müssen. Ein Anruf klärt das in wenigen Minuten.
Wenn Sie zur Miete wohnen, brauchen Sie für die Anmeldung in der Regel eine Bestätigung des Wohnungsgebers. Auch das erfragen Sie am besten dort, wo Sie sich anmelden, und zwar früh genug, dass der Vermieter die Bestätigung noch ausstellen kann.
Warum sich alle am Monatswechsel drängen
Der Kalender ist ungleich gefüllt, und genau das lässt sich nutzen.
Mietverhältnisse enden fast immer zum Monatsende. Deshalb sind die letzten drei Werktage eines Monats und die ersten beiden des nächsten die dichtesten Tage im Jahr, und zum Quartalswechsel verstärkt sich das noch einmal. Wer in diesem Fenster umzieht, hat weniger Auswahl beim Termin und muss früher planen.
Die Monatsmitte ist das genaue Gegenteil. Dort ist Platz, dort lässt sich ein Termin auch kurzfristiger einrichten, und dort haben Sie Spielraum, wenn sich etwas verschiebt.
Wenn Ihr Vertrag Ihnen die Wahl lässt, ist eine Überschneidung der beiden Mietzeiten der bequemste Puffer, den es gibt: Sie ziehen ein paar Tage früher ein und übergeben die alte Wohnung erst danach. So bleibt Zeit zum Reinigen, Ausbessern und für den letzten Rest, den man immer vergisst.
Die Reihenfolge, in der die Aufgaben voneinander abhängen
Jeder Schritt liefert die Information, die der nächste braucht.
Die meisten Aufgaben lassen sich nicht in beliebiger Folge erledigen, weil eine auf der anderen aufbaut. Wer aussortiert, bevor er die neue Wohnung ausgemessen hat, sortiert nach Gefühl. Wer Handwerker bucht, bevor der Umzugstag steht, verschiebt sie später zweimal.
Beim vierten Schritt lohnt sich ein genauer Blick darauf, was in einem Angebot enthalten ist und was als eigene Zeile erscheint.
Innerhalb von Ketzin/Havel und seinen fünf Ortsteilen kostet die Anfahrt nichts. Geht es weiter hinaus, steht der Weg vorher als eigene Zeile im Angebot.
Alles, was in dieser Kette weiter hinten steht, darf ruhig liegen bleiben. Alles, was weiter vorne steht, blockiert bei Verzögerung sofort den gesamten Rest.
- Kündigung schreiben und den Zugang belegen lassen, denn davon hängt jedes weitere Datum ab.
- Neue Wohnung besichtigen und ausmessen, damit klar ist, welche Möbel überhaupt mitkommen.
- Erst danach aussortieren: Was am Ziel keinen Platz hat, wird gar nicht erst eingepackt.
- Angebote einholen und den Umzugstag verbindlich festlegen.
- Packmittel bestellen und mit Keller, Dachboden und Nebenräumen anfangen.
- Termine für Küche, Strom und Anschlüsse legen, nachdem der Umzugstag steht.
- Zuletzt die Wohnräume packen, Zimmer für Zimmer, und den täglichen Bedarf bis zum Schluss stehen lassen.
Der Umzugstag in fünf Abschnitten
Ein benannter Ablauf beantwortet die Frage, die im Trubel zwanzigmal gestellt wird.
Ein Umzugstag zerfällt in wenige Abschnitte, und es hilft, sie vorher zu benennen. Nicht weil ein Plan den Tag schneller macht, sondern weil er die Frage klärt, die sonst ständig neu gestellt wird: Was ist als Nächstes dran?
Zwei Dinge gehören dabei nicht in den Ablauf. Erstens sollte an diesem Tag nichts mehr aussortiert werden; jedes Stück, das jetzt noch zur Diskussion steht, kostet mehr Zeit als sein Transport. Zweitens sollte niemand tragen, der gleichzeitig die Übersicht behalten soll. Eine Person am Türrahmen, die sagt, in welches Zimmer ein Karton geht, spart mehr Zeit ein, als sie beim Tragen einbringen würde.
So sieht der Tag in Abschnitten aus.
- Zuerst: die letzten Kartons schließen, Wege freiräumen, Kinder und Tiere aus dem Verkehr nehmen
- Dann laden: große Möbel zuerst, die Kartons füllen die Lücken zwischen ihnen
- Fahrt: Schlüssel für den neuen Zugang bereithalten, kurze Pause vor dem Ausladen einplanen
- Ausladen: nach Räumen sortiert, Betten zuerst aufbauen, danach Schränke, zuletzt der Rest
- Zum Schluss: nur der Erste-Nacht-Karton wird ausgepackt, alles andere kann warten
Wenn zwischen Auszug und Einzug Tage liegen
Eine Lücke im Kalender ist kein Problem, solange sie vorher bekannt ist.
Manchmal passt es nicht zusammen. Die alte Wohnung ist am Monatsende leer, die neue wird erst Mitte des Folgemonats frei, und dazwischen muss der Hausrat irgendwo stehen. Das ist ein planbarer Fall und kein Grund, einen Termin zu erzwingen.
Wichtig ist nur, dass die Lücke vor dem Termin feststeht, weil sie die Ladung verändert. Wird zwischengelagert, kommt zuletzt in den Raum, was zuerst wieder gebraucht wird. Wird stattdessen zweimal gefahren, muss beim ersten Mal klar sein, was mitkommt und was bleibt.
Packen Sie in diesem Fall zwei getrennte Gruppen: alles für die Zeit dazwischen in wenige, deutlich gekennzeichnete Kartons, den Rest normal. Sonst suchen Sie den Wasserkocher in einem Stapel, an den Sie nicht herankommen.
Eine Einlagerung bieten wir an. Wie lange sie läuft und wie oft Sie an die Sachen möchten, klären wir vorher, weil beides den Aufbau der Ladung bestimmt.
Was nach dem letzten Karton noch offen ist
Der Umzug endet nicht, wenn der Wagen wegfährt.
Es folgt eine Woche mit lauter kleinen Punkten, die einzeln unwichtig aussehen und zusammen darüber entscheiden, ob Sie in drei Monaten eine unangenehme Abrechnung bekommen.
Der wichtigste davon ist das Übergabeprotokoll. Zählerstände, Zahl der Schlüssel, Zustand der Räume: Was dort steht, gilt. Was dort nicht steht, lässt sich später schwer belegen. Machen Sie zusätzlich Fotos von jedem Raum, bevor Sie die Tür zuziehen, und behalten Sie eine Kopie des Protokolls.
Schreiben Sie sich die folgenden Punkte vorher auf. Am Tag nach dem Umzug erinnert sich niemand an eine Liste, die nur im Kopf stand.
- Zählerstände für Strom, Gas und Wasser mit Datum notieren, am besten zusätzlich fotografieren
- Nachsendeauftrag stellen, damit Post aus laufenden Verträgen nicht an die alte Adresse geht
- Adresse bei Bank, Versicherung, Arbeitgeber und Vertragspartnern ändern
- Bei der zuständigen Meldebehörde anmelden und dort vorher erfragen, welche Frist und welche Unterlagen gelten
- Übergabeprotokoll unterschreiben lassen und die Zahl der zurückgegebenen Schlüssel eintragen
- Kaution im Blick behalten und die vereinbarte Abrechnungsfrist notieren
Rückwärts vom Übergabetermin gerechnet
Ein Zeitgerüst für einen Haushalt, der sich nicht in einer Woche erledigen lässt.
| Wann | Was ansteht | Erledigt, wenn |
|---|---|---|
| Acht Wochen vorher | Kündigung schreiben und den Zugang belegen lassen | Eine schriftliche Bestätigung liegt vor |
| Sechs Wochen vorher | Angebote einholen und den Umzugstag festlegen | Der Termin steht schriftlich fest |
| Vier Wochen vorher | Packmittel bestellen, Keller und Nebenräume räumen | Der Sperrmüll ist weg, die Kartons stehen bereit |
| Zehn Tage vorher | Alles packen außer Küche, Bad und Bett | Nur noch der tägliche Bedarf steht offen |
| Letzte Woche | Anmeldung vorbereiten, Nachsendeauftrag stellen, Zähler ablesen | Kein Punkt auf der Liste ist mehr offen |
| Am Vortag | Erste-Nacht-Karton packen, Wege und Stellfläche prüfen | Der Karton steht getrennt und ist beschriftet |
Termin, Fristen und Reihenfolge
Sieben Antworten für alle, die den Kalender gerade zum ersten Mal aufschlagen.
Wie früh sollte ein Umzug festgemacht werden?
Eine feste Regel gibt es nicht, wohl aber ein Muster. Für einen Termin am Monatswechsel planen Sie besser mit mehreren Wochen Vorlauf, weil dort die meisten Verträge enden. In der Monatsmitte ist deutlich mehr Luft, und dort lässt sich auch kurzfristiger etwas einrichten. Sobald Übergabe und Einzug feststehen, lohnt sich der Anruf sofort.
Welche Kündigungsfrist gilt für meine Wohnung?
Die, die in Ihrem Mietvertrag steht. Dort ist auch geregelt, zu welchem Zeitpunkt im Monat eine Kündigung wirksam wird und ob eine Mindestlaufzeit vereinbart wurde. Verlassen Sie sich nicht auf allgemeine Angaben aus dem Netz, sondern lesen Sie den Abschnitt nach. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Sie den Zugang der Kündigung nachweisen können.
Bis wann muss ich mich am neuen Wohnort anmelden?
Das ist nicht überall gleich geregelt, deshalb nennen wir Ihnen hier bewusst keine Zahl. Fragen Sie bei der für Ihren neuen Wohnort zuständigen Meldebehörde nach, welche Frist dort gilt, welche Unterlagen Sie brauchen und ob ein Termin nötig ist. Wer zur Miete wohnt, braucht dafür meist eine Bestätigung des Wohnungsgebers.
Ist der Monatswechsel wirklich so voll?
Ja, und das hat einen einfachen Grund: Mietverhältnisse enden fast ausnahmslos zum Monatsende. Dadurch drängen sich die Umzüge auf die letzten Werktage eines Monats und die ersten des nächsten. Zum Quartalswechsel ist es noch enger. Wer verschieben kann, gewinnt in der Monatsmitte Auswahl beim Termin und Spielraum, falls etwas dazwischenkommt.
Auszug und Einzug liegen bei uns nicht am selben Tag.
Das ist häufig und gut planbar, es muss nur vorher feststehen. Bei einer Lücke wird die Ladung anders aufgebaut: Was zuerst wieder gebraucht wird, kommt zuletzt in den Lagerraum. Packen Sie außerdem alles für die Zwischenzeit in wenige, deutlich gekennzeichnete Kartons, die getrennt stehen und nicht hinter dem Rest verschwinden.
Können wir den Termin noch verschieben?
Sagen Sie es uns, sobald es sich abzeichnet, und nicht erst, wenn es feststeht. Je früher eine Verschiebung bekannt ist, desto eher lässt sich ein neuer Tag finden, der Ihnen passt. Am Monatswechsel ist der Spielraum am kleinsten, in der Monatsmitte am größten. Ein kurzer Anruf reicht, damit wir gemeinsam einen Ersatztermin suchen.
Wie lange dauert ein Umzug?
Das hängt an drei Größen: der Menge, dem Weg zwischen Wohnung und Fahrzeug und der Frage, ob vorher fertig gepackt wurde. Der Weg ist dabei der unterschätzte Faktor. Wer alles gepackt und beschriftet bereitstehen hat, verkürzt den Tag spürbar. Eine belastbare Zeitangabe machen wir, wenn wir wissen, was zu tragen ist und wie weit.
Worauf Sie sich verlassen können
Rückwärts rechnen, dann vorwärts umziehen
Nennen Sie uns den Übergabetermin und den Einzugstag, dann suchen wir gemeinsam den Umzugstag, der dazwischen passt.
- Das Aufmaß vor Ort ist kostenlos und bindet Sie an gar nichts
- Telefonisch Montag bis Freitag, 09:00 bis 18:00 Uhr; das Formular nimmt Ihre Angaben zu jeder Stunde entgegen
- Der Hof liegt in Ketzin selbst, kein Ortsteil ist weiter als zehn Minuten entfernt
- Wie weit der Wagen an die Tür kommt, klären wir vor dem Termin und nicht am Termin
Zum Nachlesen
Das passt vielleicht auch zu Ihrem Vorhaben
Aus derselben Gruppe, weil die Fragen sich dort stark ähneln und die Antwort trotzdem je Fall anders ausfällt.
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Sagen Sie uns, was ansteht
Zwei Anschriften, die Etage oder das Grundstück und eine ungefähre Menge genügen für die erste Einschätzung.